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Politik bedroht Arbeitbedingungen und  Betriebsfrieden!

ver.di flughafenregion fordert Erhalt der Tarifautonomie

Gegen die politischen Forderungen zur Abschaffung der Tarifautonomie zeigten heute am Münchner Flughafen Vertreter der Betriebsräte aus der Flughafenregion Flagge. Die Betriebsräte folgten damit einer Einladung des Ortsvorstandes der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die Landkreise Freising und Erding.

Aktuell vollführen nahezu alle Parteien einen schweren Angriff gegen die sog. "Tarifautonomie". Im Kern geht es dabei um die Frage, ob auch weiterhin auf Basis der grundgesetzlich garantierten Vereinigungsfreiheit* Tarifverträge für alle Gewerkschaftsmitglieder verbindliche Mindestarbeitsbedingungen garantieren sollen.

"Die Politik will die Gewerkschaften schwächen und scheint dabei sogar gravierende Einschränkungen von demokratischen Grundrechten in Kauf nehmen zu wollen", so Monika Ludwig, Vorsitzende von ver.di flughafenregion.

Die Politik lässt sich dabei von der Hoffnung leiten, einen Keil zwischen Gewerkschaften und Betriebsräte treiben zu können und so die Gewerkschaften zu schwächen. In Wahrheit findet damit aber ein Frontalangriff auf die Arbeitsbedingungen aller Arbeitnehmer statt!

Genau das aber ist nach Meinung der Betriebsräte für die Unternehmen auf jeden Fall eine Milchmädchenrechnung:

Wenn durch Belegschaftsbefragungen Tarifverträge unterboten werden sollen, finden Tarifauseinandersetzungen zukünftig innerhalb der Unternehmen statt – zwischen Gewerkschaftsmitgliedern und nicht organisierten Beschäftigten. Dies gefährdet den Betriebsfrieden in einer Weise, die für jedes Unternehmen eine Gefahr sein muss.

 

* Art. 9 GG: (3) "Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.

 

Kontakt:

 

Monika Ludwig, Vorsitzende ver.di flughafenregion, Tel. 0172 / 921 52 08

Andreas Faltermeier, Pressesprecher, Tel. 0171 / 22 01 83 9

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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