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Gegen die politischen Forderungen zur Abschaffung der Tarifautonomie
zeigten heute am Münchner Flughafen Vertreter der Betriebsräte aus der
Flughafenregion Flagge. Die Betriebsräte folgten damit einer Einladung
des Ortsvorstandes der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
für die Landkreise Freising und Erding.
Aktuell vollführen nahezu alle Parteien einen schweren Angriff gegen
die sog. "Tarifautonomie". Im Kern geht es dabei um die Frage, ob auch
weiterhin auf Basis der grundgesetzlich garantierten
Vereinigungsfreiheit* Tarifverträge für alle Gewerkschaftsmitglieder
verbindliche Mindestarbeitsbedingungen garantieren sollen.
"Die Politik will die Gewerkschaften schwächen und scheint dabei sogar
gravierende Einschränkungen von demokratischen Grundrechten in Kauf
nehmen zu wollen", so Monika Ludwig, Vorsitzende von ver.di
flughafenregion.
Die Politik lässt sich dabei von der Hoffnung leiten, einen Keil
zwischen Gewerkschaften und Betriebsräte treiben zu können und so die
Gewerkschaften zu schwächen. In Wahrheit findet damit aber ein
Frontalangriff auf die Arbeitsbedingungen aller Arbeitnehmer statt!
Genau das aber ist nach Meinung der Betriebsräte für die Unternehmen
auf jeden Fall eine Milchmädchenrechnung:
Wenn durch Belegschaftsbefragungen Tarifverträge unterboten werden
sollen, finden Tarifauseinandersetzungen zukünftig innerhalb
der Unternehmen statt – zwischen Gewerkschaftsmitgliedern und nicht
organisierten Beschäftigten. Dies gefährdet den Betriebsfrieden in
einer Weise, die für jedes Unternehmen eine Gefahr sein muss.
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