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ver.di-flughafenregion im Gespräch

2. Gewerkschaftspolitischer Stammtisch von ver.di-flughafenregion:

„Mit den Wölfen zu heulen, hilft den Schafen nicht!

 

Deutliche Worte fanden Heiner Birner, Geschäftsführer des ver.di- Bezirks München, und Willi Scheib, DGB-Vorsitzender Freising-Erding, auf dem „2.gewerkschafts-politischen Frühschoppen“, zu dem der ver.di-Ortsvorstand für die Flughafenregion am Sonntag nach Freising eingeladen hatte:

Die schlechten Ergebnisse der PISA-Studie zum Bildungsstand der Deutschen, sie würden noch wesentlich verheerender ausfallen, würde die Studie sich der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik in Deutschland und in Bayern widmen.

 

In ihren Beiträgen arbeiteten Heiner Birner und Willi Scheib an einigen Beispielen heraus, dass die ständige Wiederholung des Satzes von der politischen Alternativlosigkeit von „Reformen“ nicht geeignet sein kann, die bestehenden Probleme zu lösen.

Es ist kein Wunder, dass die bereits durchgeführten „Reformen“, die einseitig die Arbeitnehmer belasten und im Gegenzug Unternehmen und Vermögende entlasten, ihre vorgeblichen Ziele nicht erreichen. Die Teilnehmer waren sich einig: Noch mehr einer offensichtlich falschen Medizin, das kann Probleme, wie das zu geringe Wirtschaftswachstum oder die zu hohe Arbeitslosigkeit, nur verschärfen!

 

Deutschland beweist als ‚Exportweltmeister’ täglich, dass es kein „Kostenproblem“ der deutschen Wirtschaft gibt. Durch eine falsche Politik wird die ohnehin schwächelnde Binnenkonjunktur immer weiter beschädigt, die Inlandsnachfrage durch unsoziale und gegen die Bürger und Arbeitnehmer gerichtete Politik immer weiter geschwächt (vgl. auch beigefügte Grafik).

 

Bereits ab kommenden Januar, so führte Heiner Birner aus, werden der Binnennachfrage erneute 2,5 Mrd. Euro durch die Einführung des Arbeitslosengeldes II entzogen, pikanter Weise wird 2005 nahezu dieselbe Summe durch die Senkung des Spitzensteuersatzes an die Reichen im Lande  umverteilt. Ähnliches ist auch bei den Unternehmen festzustellen: Die Unternehmen sind Mitte des Jahres 2000 steuerlich erheblich entlastet worden, die Hoffnung aber, diese Gelder würden dann für Investitionen verwendet, hat sich - nachweislich - nicht erfüllt.

 

Deshalb, so das Fazit des 2. gewerkschaftspolitischen Frühschoppens von ver.di für die Landkreise Freising und Erding, müsse nun auch Schluss mit der Zurückhaltung der Arbeitnehmer sein: „Mit den Wölfen zu heulen, um den Schafen zu helfen, das kann nicht funktionieren“, fasste ein Teilnehmer unter Applaus zusammen.

Deshalb, so das Fazit des 2. gewerkschaftspolitischen Frühschoppens von ver.di für die Landkreise Freising und Erding, müsse nun auch Schluss mit der Zurückhaltung der Arbeitnehmer sein: „Mit den Wölfen zu heulen, um den Schafen zu helfen, das kann nicht funktionieren“, fasste ein Teilnehmer unter Applaus zusammen.

Den falschen politischen Rezepten von Schröder bis Stoiber will ver.di-flughafenregion auch weiterhin deutliche Kritik entgegen setzen – auch in Form weiterer „gewerkschaftspolitischer Frühschoppen".

Graphik aus ver.di-Broschüre:

 

Mythos Standortschwäche - neue Broschüre

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist überragend. Die inländische Nachfrage ist das Problem. Mit einem kräftigen Wachstumsschub durch öffentliche Investitionen und steigende Einkommen würden Fälle von Arbeitsplatzverlagerung ihre Brisanz verlieren.

Die Broschüre (Juni 2004, pdf, 730 kB) finden Sie hier zum kostenlosen Download

 

 

 

     

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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